Herzinfarkt - Vortrag Dr. Heimann Oktober 2009 |
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Nachfolgend können Sie den Vortrag nachlesen, den Dr. St. Heimann am 23.10.2009 anläßlich der Themenwoche "Faszination Blaulicht" in Ganderkesee gehalten hat: Wenn Sie folgenden Link klicken, wird der Vortrag (incl. Bildern) als PDF-Datei angezeigt. |
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Vorinformationen:
- 280 000 Herzinfarkte je Jahr in Deutschland
- im Durchschnitt dauert es 3 Stunden, bis die 112 gewählt wird
- in mehr als 95% ist die Ursache eine KHK (koronare Herzerkrankung)
- 50% versterben in den ersten 4 Wochen
Hauptrisikofaktoren:
- Zigarettenrauchen - hoher Blutdruck - hohes Cholesterin
- Lebensalter (Männer >45, Frauen>55) - Blutzuckererkrankung (Diabetes mellitus)
- familiäre Vorbelastung
Weitere Risikofaktoren:
- Übergewicht(Adipositas) - körperliche Inaktivität - falsche Ernährung
- Fettstoffwechselstörung - Neigung zu Thrombosen
Was passiert beim Herzinfarkt?
- Verstopfung eines Herzkranzgefäßes durch ein Blutkoagel oder
- Aufbrechen einer Cholesterinablagerung an der Gefäßwand
- Ausfall des versorgten Herzmuskelgebietes,
- dadurch keine ausreichende Pumpfunktion des Herzen (akute Herzschwäche)
- Gefahr von Rhythmusstörungen (Kammerflimmern)
Mögliche Beschwerden beim Herzinfarkt (Symptome):
- Brustschmerzen/ Engegefühl über dem Brustkorb
- Ausstrahlung in Arme (meist links), Unterkiefer und Oberbauch
- Todesangst/Unruhe - Schwächegefühl
- Luftnot - Übelkeit
- Schweißausbrüche - Herzstolpern
wenn der Patient bei Bewusstsein ist?
- 112 wählen (Namen, Adresse, Beschwerden)
- hinlegen mit erhöhtem Oberkörper
- keinerlei Aktivitäten, Ruhe bewahren
- beengende Kleidung öffnen, zudecken
- hektische oder aufgeregte Personen wegschicken
- jemanden vor dem Grundstück/Haustür postieren
wenn der Patient bewusstlos ist?
- auf dem Boden in stabile Seitenlage bringen
- für freie Atmung sorgen
- evt. lockere Zähne/Prothesen entfernen
- Wiederbelebungsmaßnahmen bei fehlender Atmung oder fehlendem Herzschlag
falsch ist nur nichts zu machen!!
Außerdem wichtige Informationen für den Notarzt!
- Medikamente oder Medikamentenplan des Betroffenen
- Allergiepass
- wenn vorhanden Unterlagen (z.B.Krankenhausberichte)
- seit wann bestehen die Beschwerden ?
Wie erkennt der Arzt oder Notarzt den Herzinfarkt?
- Aussehen des Patienten(das klinische Bild) und
- die entsprechenden Beschwerden geben Hinweise
- ein bestimmter Kurvenverlauf im EKG(=Elektrokardiogramm)
- Wandbewegungsstörungen beim Ultraschall des Herzens (Echokardiographie)
- Wandbewegungsstörungen und verschlossene Herzkranzgefäße beim Herzkatheter(Coronarangiographie)
- Blutuntersuchung
Was macht der Notarzt?
- Hochlagerung des Oberkörpers
- Gabe von Sauerstoff
- Durchführung eines „großen“ EKG
- Messung des Blutdruckes
- Anlage eines Venenzuganges für Medikamente
- Gabe von Medikamenten
- Behandlung von Komplikationen
- rascher Transport in eine geeignete Klinik
Wie geht es im Krankenhaus weiter?
evt. Aufweiten eines eingeengten oder verstopften Herzgefäßes und Einsetzen eines Stents
- intensivmedizinische Überwachung
- medikamentöse Einstellung
- sobald wie möglich stufenweise Mobilisierung und evt. REHA-Maßnahme
- Teilnahme an einer Herzsportgruppe
Was können Sie machen, um selber keinen Herzinfarkt zu erleiden?
- versuchen Sie, das Rauchen aufzugeben
- gesunde Ernährung: viel Obst, wenig Fett
- Gewichtsreduktion
- tägliche Bewegung
- Optimale Behandlung und Einstellung von
- Bluthochdruck
- Blutfettwerten
- Blutzucker
- Regelmäßige Medikamenteneinnahme
- Vermeidung von dauerhaftem Stress
- bei Beschwerden zum Arzt
- Nehmen Sie die Vorsorgeleistungen wie z.B. den Checkup in Anspruch
letzte Aktualisierung: April 2012
