Die Chirotherapie ist eine ärztliche Grifftechnik zur Diagnostik und Therapie reversibler Störungen der Bewegungsorgane. Reversible, funktionelle Störungen an den Gelenken bedeutet, dass es sich um eine mechanische Störung handelt, die man nicht auf Röngtenbildern sehen kann. Es handelt sich um Funktionseinschränkungen, die nach erfolgreicher Therapie wieder normal funktionieren. Diese Einschränkungen werden auch Blockierungen genannt.

Mit speziellen Handgriffen kann diese Blockierung gelöst werden, wobei hier das normale Gelenkspiel nicht überschritten wird. Nach einer Vorspannung wird in kürzester Zeit ein kleiner Impuls abgegeben. Hierbei kann es auch zu dem typischen „Knacken“ des Gelenkes kommen, welches jedoch keine Notwendigkeit darstellt. Wir sprechen hier von einer Manipulation. Eine weitere Möglichkeit ist die Mobilisation.

 

       Graphik Chirotherapie
Wirbelkörpermodell

Hierbei wird in kleinen, langsameren Bewegungen die Gelenkfunktion wiederhergestellt. Diese Therapie ist zumeist sehr zeitaufwendig und wird daher häufig von Physiotherapeuten ausgeführt.

Die Chirotherapie bietet eine sehr gute Diagnostik der Funktionen der Wirbelsäule und der peripheren Gelenke. Sie kann durch gezielte Therapien Blockierungen lösen. Bei der Therapie muss auf Ausschlußindikationen geachtet werden, die individuell eingeschätzt werden müssen. Die Manipulation mit Impuls darf nicht bei entzündlichen Prozessen, bei Zustand nach Verletzungen der anatomischen Strukturen, bei schwerer Osteoporose, bei Tumoren und Töchtergeschwüren, sowie bei degenerierten Veränderungen durchgeführt werden. Sollten diese oberen Ausschlußindikationen vorliegen, weisen Sie uns bitte direkt darauf hin.

 

Inhaltlich für diese Seite verantwortlich: U. Baramsky; letzte Aktualisierung: November 2016